{"id":178172,"date":"2023-05-29T12:02:04","date_gmt":"2023-05-29T10:02:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.donat.com\/dalla-comprensione-della-funzione-digestiva-alla-gestione-del-peso\/"},"modified":"2023-05-30T09:01:50","modified_gmt":"2023-05-30T07:01:50","slug":"mit-mehr-wissen-ueber-die-verdauung-zu-einer-besseren-gewichtskontrolle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.donat.com\/at\/mit-mehr-wissen-ueber-die-verdauung-zu-einer-besseren-gewichtskontrolle\/","title":{"rendered":"Mit mehr Wissen \u00fcber die Verdauung zu einer besseren Gewichtskontrolle"},"content":{"rendered":"<div id=\"\" class=\"blog-text-section  \">\n    \n\n<p>\u00dcbergewicht ist ein Zustand, der durch ein Ungleichgewicht zwischen Kalorienaufnahme und Kalorienverbrauch verursacht wird. <strong>Ein dauerhaft erh\u00f6htes K\u00f6rpergewicht hat viele negative Auswirkungen auf die Gesundheit <\/strong>und erh\u00f6ht das Risiko, chronische Krankheiten, wie etwa Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Bluthochdruck, zu entwickeln.<\/p>\n\n\n\n<p>Obwohl die L\u00f6sung simpel erscheint, n\u00e4mlich mehr Kalorien zu verbrennen, als man zu sich nimmt, sind die Mechanismen der Fettleibigkeit sehr komplex. <strong>Vor, w\u00e4hrend und nach dem Essen wirken mehrere Mechanismen, die zur Appetitregulierung, zur Nahrungsenergieaufnahme und zur Gewichtskontrolle beitragen.<\/strong> In diesem Artikel erfahren Sie, wie sich das Verdauungssystem auf das K\u00f6rpergewicht auswirkt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Nahrung, die wir zu uns nehmen, wandert durch das Verdauungssystem, das sich wie ein Schlauch vom Mund bis zum After erstreckt. Es besteht aus der Mundh\u00f6hle, der Speiser\u00f6hre, dem Magen, dem D\u00fcnn- und Dickdarm, der Leber, der Bauchspeicheldr\u00fcse und der Gallenblase. Jedes dieser Organe spielt eine Rolle bei der Verdauung, Verstoffwechslung, Aufnahme und Ausscheidung von Nahrung.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Das Ganze beginnt bereits im Kopf, also wenn wir an Essen denken, es riechen oder sehen. Oft machen wir schon in der ersten Phase Fehler. Physikalisch gesehen beginnt die Verdauung im Mund, wo wir die Nahrung l\u00e4nger behalten sollten, als wir es vielleicht bisher gewohnt waren. Die zerkleinerte Nahrung wandert dann in den Magen, wo sie nach und nach in den D\u00fcnndarm entleert wird. Die Geschwindigkeit, mit der sich der Magen leert, ist ein wichtiger Aspekt des S\u00e4ttigungsgef\u00fchls.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die sogenannte Darm-Hirn-Achse ist die treibende Kraft des S\u00e4ttigungsgef\u00fchls beim Menschen. Wenn wir eine Mahlzeit verzehren, dehnt sich der Magen, die enteroendokrinen Zellen im Darm bilden Hormone, und es stellt sich ein Gef\u00fchl der S\u00e4ttigung ein, mit dem der K\u00f6rper signalisiert, dass ihm ausreichend Nahrung zugef\u00fchrt wurde und die Nahrungszufuhr beendet werden kann.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Und dann ist da noch das \u201eversteckte Organ\u201c, das eine entscheidende Rolle bei der Verstoffwechslung spielt und \u00fcber verschiedene Mechanismen sowie seine eigenen Stoffwechselprodukte die Appetitkontrolle und die Gewichtszunahme beeinflussen kann: die Darmmikrobiota.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fehler passieren oft schon in der cephalischen Phase&nbsp;<\/h2>\n\n\n\n<p>Die erste Phase der Nahrungsaufnahme findet bereits statt, bevor wir den ersten Bissen in den Mund nehmen. Sie beginnt mit dem Gedanken, dem Anblick oder dem Geruch von Essen (visuelle und olfaktorische Stimulation).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei werden <strong>cephalische physiologische Reaktionen<\/strong> ausgel\u00f6st, die den K\u00f6rper auf die Nahrungsaufnahme vorbereiten. Die physiologischen Reaktionen der cephalischen Phase f\u00fchren zu einer erh\u00f6hten Produktion und Ausscheidung von Speichel, Galle, Verdauungsenzymen sowie Hormonen, und regen auch die Bewegung des Verdauungssystems (Peristaltik) an.&nbsp;<\/p>\n\n\n    <\/div>\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.donat.com\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/hitra-nezrdrava-hrana-1024x683.jpg\" alt=\"Ungesundes Fast Food f\u00fchrt zu Bl\u00e4hungen und Sodbrennen.\" class=\"wp-image-177801\" srcset=\"https:\/\/www.donat.com\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/hitra-nezrdrava-hrana-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.donat.com\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/hitra-nezrdrava-hrana-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.donat.com\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/hitra-nezrdrava-hrana-150x100.jpg 150w, https:\/\/www.donat.com\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/hitra-nezrdrava-hrana-750x500.jpg 750w, https:\/\/www.donat.com\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/hitra-nezrdrava-hrana-900x600.jpg 900w, https:\/\/www.donat.com\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/hitra-nezrdrava-hrana.jpg 1321w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n<div id=\"\" class=\"blog-text-section  \">\n    \n\n<p>Aufgrund der heutigen Schnelllebigkeit wird die <strong>cephalische Phase der Verdauung oft vernachl\u00e4ssigt<\/strong>. Wir essen, w\u00e4hrend wir fernsehen, am Computer arbeiten oder uns unterhalten, wir bestellen h\u00e4ufiger Essen, als dass wir es selbst zubereiten&nbsp;usw.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Das bedeutet, dass wir beim Essen kaum auf die Nahrung achten und sie h\u00e4ufig auf die Schnelle in uns \u201ehineinstopfen\u201c. Da unser Verdauungstrakt in solchen Situationen <strong>nicht optimal auf die Nahrungsaufnahme vorbereitet ist, funktioniert er weniger effizient.<\/strong> Das Ergebnis ist unvollst\u00e4ndig verdaute Nahrung, die im D\u00fcnndarm nicht absorbiert werden kann. Au\u00dferdem gelangt die unverdaute Nahrung in den Dickdarm, wo sie von der Darmmikrobiota fermentiert wird. Dies f\u00fchrt zu Bl\u00e4hungen, V\u00f6llegef\u00fchl, Sodbrennen und anderen gesundheitlichen Problemen, die durch N\u00e4hrstoffdefizite verursacht werden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wie aktiviert man die cephale Phase der Verdauung?&nbsp;&nbsp;<\/h3>\n\n\n\n<p>Der wichtigste Schritt besteht darin, vor jeder Mahlzeit <strong>s\u00e4mtliche St\u00f6rfaktoren zu beseitigen <\/strong>(den Fernseher ausschalten, den Laptop wegstellen&nbsp;&#8230;) und <strong>achtsam zu essen<\/strong>. Was bedeutet das?<\/p>\n\n\n\n<p>Das bedeutet, dass wir uns auf das, was wir gerade essen, konzentrieren, dass wir darauf achten, welche Nahrung wir zu uns nehmen, wie sie riecht und schmeckt, was wir beim Verzehr (k\u00f6rperlich und geistig) empfinden, dass wir uns fragen, warum wir gerade diese Nahrung gew\u00e4hlt haben&nbsp;usw.<\/p>\n\n\n\n<p>Achtsames Essen ist der erste Schritt zu einem gesunden K\u00f6rpergewicht, denn es verbessert die Selbstkontrolle und hilft uns, die Auswirkungen von Gef\u00fchlen auf unser Essverhalten zu erkennen, Hei\u00dfhungerattacken zu vermeiden, die verzehrte Nahrungsmenge besser wahrzunehmen und das S\u00e4ttigungsgef\u00fchl fr\u00fcher zu erkennen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mehr dazu, wie sich durch achtsames Essen die Verdauung verbessern l\u00e4sst, k\u00f6nnen Sie in <a href=\"https:\/\/www.donat.com\/at\/durch-achtsames-essen-zu-einer-besseren-verdauung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">diesem Artikel nachlesen<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wie gut kauen Sie Ihr Essen?<\/h2>\n\n\n\n<p>Sobald wir das Essen in den Mund nehmen, beginnen wir zu kauen. Aufgrund des hohen Lebenstempos und der h\u00e4ufig mentalen Abwesenheit beim Essen sind wir dabei oft zu nachl\u00e4ssig. Dies f\u00fchrt zu einer schlechteren Verdauung und N\u00e4hrstoffabsorption und beeintr\u00e4chtigt die an der kurzfristigen Regulation der Nahrungsaufnahme beteiligten Signale (Hunger- und S\u00e4ttigungsgef\u00fchl).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Inzwischen weisen zahlreiche Studien darauf hin, dass <strong>das Kauen eine physiologische und psychologische Rolle bei der Appetitregulierung spielt, indem es das Hungergef\u00fchl reduziert und das S\u00e4ttigungsgef\u00fchl erh\u00f6ht<\/strong>. Durch l\u00e4ngeres Kauen kann das Gehirn S\u00e4ttigungssignale rechtzeitig wahrnehmen. Unser Gehirn nimmt das S\u00e4ttigungsgef\u00fchl n\u00e4mlich mit 20-min\u00fctiger Verz\u00f6gerung wahr, sodass unzureichendes Kauen schnell zu \u00dcberessen und somit zu \u00dcbergewicht f\u00fchren kann.<\/p>\n\n\n    <\/div>\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"684\" src=\"https:\/\/www.donat.com\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/zdrava-prehrana-1024x684.jpg\" alt=\"Eine junge Frau isst einen gesunden Salat.\" class=\"wp-image-177808\" srcset=\"https:\/\/www.donat.com\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/zdrava-prehrana-1024x684.jpg 1024w, https:\/\/www.donat.com\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/zdrava-prehrana-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.donat.com\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/zdrava-prehrana-150x100.jpg 150w, https:\/\/www.donat.com\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/zdrava-prehrana-750x501.jpg 750w, https:\/\/www.donat.com\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/zdrava-prehrana-900x601.jpg 900w, https:\/\/www.donat.com\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/zdrava-prehrana.jpg 1321w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n<div id=\"\" class=\"blog-text-section  \">\n    \n\n<p>W\u00fcrden Sie sich selbst als einen schnellen Esser bezeichnen? Dann widmen Sie dem Kauen noch mehr Aufmerksamkeit, um so auch die Essgeschwindigkeit zu senken. Um w\u00e4hrend des Kauens nicht in Versuchung zu geraten, gleich den n\u00e4chsten Bissen in den Mund zu nehmen, <strong>legen Sie das Besteck zwischendurch ab.&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Vielleicht haben Sie bemerkt, dass Sie sich nach einer schnell verzehrten Mahlzeit h\u00e4ufig aufgebl\u00e4ht f\u00fchlen. Das liegt zum einen daran, dass man bei zu schnellem Essen zus\u00e4tzliche Luft aufnimmt, und zum anderen, dass unverdaute Nahrung in den Dickdarm gelangt, wo sie von Darmbakterien fermentiert wird und sich dabei Gase bilden. Schnellesser berichten auch, dass sie nach dem Essen rascher wieder Hunger versp\u00fcren, und zwar selbst wenn sie mehr gegessen haben, als langsame Esser.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Neben der Appetitregulierung spielt das Kauen auch eine wichtige Rolle bei der Nahrungsverdauung sowie der Bioverf\u00fcgbarkeit der N\u00e4hrstoffe aus der verzehrten Nahrung. Durch das Kauen zerteilen wir die Nahrung in kleinere St\u00fccke, vergr\u00f6\u00dfern so die Oberfl\u00e4che, die den Verdauungss\u00e4ften im Mund zur Verf\u00fcgung steht, und brechen die Zellw\u00e4nde auf, wodurch N\u00e4hrstoffe aus der Nahrung freigesetzt werden, die dem K\u00f6rper sonst nicht zug\u00e4nglich w\u00e4ren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Gr\u00fcndliches <strong>Kauen erleichtert und verbessert die Weiterverdauung und sorgt f\u00fcr eine effizientere N\u00e4hrstoffaufnahme.<\/strong> Unzureichendes Kauen kann hingegen zu N\u00e4hrstoffm\u00e4ngeln f\u00fchren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Das Kauen ist mit Sicherheit der am meisten vernachl\u00e4ssigte Aspekt der Gewichtskontrolle. Nehmen Sie sich also bei Ihrer n\u00e4chsten Mahlzeit die Zeit, <strong>jeden Bissen mindestens 15&nbsp;Mal zu kauen.<\/strong> Das klingt einfacher, als es ist, denn es geh\u00f6rt schon einiges an Willenskraft dazu, effektives Kauen zur Gewohnheit werden zu lassen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wie wirkt sich die Geschwindigkeit der Magenentleerung auf die Nahrungszufuhr aus?<\/h2>\n\n\n\n<p>Der Magen wurde bei Studien zum Thema K\u00f6rpergewicht lange Zeit vernachl\u00e4ssigt, spielt aber \u00fcber mechanische und hormonelle Prozesse eine wichtige Rolle bei der Regulierung des Appetits und damit auch der Nahrungszufuhr. Die Hormone des oberen und unteren Magen-Darm-Traktes haben n\u00e4mlich erheblichen Einfluss auf die Gehirnzentren, die f\u00fcr die Appetitregulierung und die Glyk\u00e4miekontrolle zust\u00e4ndig sind. Schauen wir uns das einmal genauer an:<\/p>\n\n\n\n<p>Durch das Kauen und Schlucken der Nahrung wird die Peristaltik, also die Bewegung des Verdauungstrakts, aktiviert. Die zerkauten Nahrungsbrocken wandern durch die Speiser\u00f6hre in den Magen, wo die mechanische und chemische Zersetzung stattfindet. <strong>Der Magen dehnt sich allm\u00e4hlich aus, was zu einem V\u00f6llegef\u00fchl f\u00fchrt.<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n    <\/div>\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"581\" src=\"https:\/\/www.donat.com\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/zdravi-obroki-1024x581.jpg\" alt=\"Das Paar genie\u00dft ein gesundes und leckeres Mittagessen.\" class=\"wp-image-177794\" srcset=\"https:\/\/www.donat.com\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/zdravi-obroki-1024x581.jpg 1024w, https:\/\/www.donat.com\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/zdravi-obroki-300x170.jpg 300w, https:\/\/www.donat.com\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/zdravi-obroki-176x100.jpg 176w, https:\/\/www.donat.com\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/zdravi-obroki-750x425.jpg 750w, https:\/\/www.donat.com\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/zdravi-obroki-900x510.jpg 900w, https:\/\/www.donat.com\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/zdravi-obroki.jpg 1321w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n<div id=\"\" class=\"blog-text-section  \">\n    \n\n<p>Der Inhalt des Magens entleert sich allm\u00e4hlich in den D\u00fcnndarm. Dies kann 2 bis 3&nbsp;Stunden dauern, weshalb die <strong>Geschwindigkeit, mit der sich der Magen entleert, sehr wichtig f\u00fcr das S\u00e4ttigungsgef\u00fchl und die Appetitregulierung ist.<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Reihe von Hormonen, die im Magen und im D\u00fcnndarm freigesetzt werden (CCK, GLP-1), hemmen die Magenentleerung, um so die N\u00e4hrstoffaufnahme im D\u00fcnndarm zu optimieren. Gleichzeitig wirken sie auch auf das Appetitzentrum des Gehirns und tragen so zur Beendigung der Nahrungsaufnahme bei.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Geschwindigkeit der Magenentleerung h\u00e4ngt von mehreren Faktoren ab. Jene, die wir leicht kontrollieren k\u00f6nnen, sind:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>die N\u00e4hrstoffzusammensetzung der Mahlzeit (Fett verlangsamt z.&nbsp;B. die Magenentleerung)<\/li>\n\n\n\n<li>die Menge und das Volumen der Mahlzeit (mit Gem\u00fcse kann ein gr\u00f6\u00dferes Mahlzeitvolumen mit wenig zus\u00e4tzlicher Energie erreicht werden)<\/li>\n\n\n\n<li>die Konsistenz der Mahlzeit (feste Nahrungsmittel brauchen l\u00e4nger, um verdaut zu werden)&nbsp;<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Diese Magenfunktionen spielen eine Rolle bei der Erzeugung kurz- und langfristiger Signale zur Kontrolle der Nahrungszufuhr.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der D\u00fcnndarm ist ein wichtiges endokrines Organ<\/h2>\n\n\n\n<p>Der Gro\u00dfteil der N\u00e4hrstoffaufnahme erfolgt im D\u00fcnndarm. Hier werden Kohlenhydrate, Proteine, Fette und andere N\u00e4hrstoffe endg\u00fcltig verdaut, bevor sie in den Blutkreislauf gelangen.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Verdauungsorgan und <strong>gr\u00f6\u00dftes endokrines System des K\u00f6rpers dient der Darm als zentraler Regulator der Energiehom\u00f6ostase und der Glukose<\/strong>. Wie bereits erw\u00e4hnt, regulieren die im D\u00fcnndarm freigesetzten Hormone die Geschwindigkeit der Magenentleerung und somit auch den Appetit.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Zusammensetzung des Darms und seine Funktion reagieren jedoch auf die Nahrungsaufnahme. Die Darmzellen erneuern sich n\u00e4mlich alle 3 bis 5&nbsp;Tage. Man geht davon aus, dass eine dauerhafte \u00fcberm\u00e4\u00dfige Nahrungsaufnahme zu einer schlechteren Anpassung des Darms f\u00fchrt und die Entwicklung von Fettleibigkeit beg\u00fcnstigt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Studien haben gezeigt, dass sich die Morphologie und Funktion des Darms bei \u00fcbergewichtigen und schlanken Menschen unterscheidet. <strong>\u00dcbergewichtige Menschen weisen eine gr\u00f6\u00dfere Darml\u00e4nge, eine erh\u00f6hte Anzahl von Absorptionszellen und eine erh\u00f6hte Darmdurchl\u00e4ssigkeit auf.<\/strong> Letztere f\u00fchrt zu verst\u00e4rkten Entz\u00fcndungsprozessen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der Dickdarm ist mehr als ein Organ zur Stuhlentleerung<\/h2>\n\n\n\n<p>Obwohl man beim Dickdarm zun\u00e4chst nur an die Abschlussphase der Verdauung denkt, haben Studien der letzten zehn Jahre gezeigt, dass er f\u00fcr viel mehr zust\u00e4ndig ist, als nur f\u00fcr den Stuhltransport und die Resorption von Wasser. Der Dickdarm bietet mit seinen unverdauten Nahrungspartikeln ein g\u00fcnstiges Umfeld f\u00fcr die Darmmikrobiota.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Darmmikrobiota wirkt sich \u00fcber ihre Stoffwechselprodukte (z.&nbsp;B. kurzkettige Fetts\u00e4uren) sowohl direkt als auch indirekt auf die Funktion aller K\u00f6rpersysteme aus, so dass es keineswegs verwunderlich ist, dass sie eine wichtige Rolle f\u00fcr die Gesundheit unseres K\u00f6rpers spielt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Darmmikrobiota tr\u00e4gt auch direkt zur Energiezufuhr bei<\/strong>, da sie f\u00fcr den Menschen unverdauliche Kohlenhydrate aus Nahrungsfasern aufspalten kann. Dadurch soll sie <strong>bis zu 5\u201315&nbsp;% der t\u00e4glichen Energie <\/strong>beisteuern, die dem Menschen sonst nicht zug\u00e4nglich w\u00e4re. Wie stark sie aber letztendlich zur Energiebilanz beitr\u00e4gt, ist noch nicht ganz gekl\u00e4rt.&nbsp;<\/p>\n\n\n    <\/div>\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.donat.com\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/zelodec-ilustracija-1024x683.jpg\" alt=\"Der Dickdarm aus Papier.\" class=\"wp-image-177815\" srcset=\"https:\/\/www.donat.com\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/zelodec-ilustracija-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.donat.com\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/zelodec-ilustracija-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.donat.com\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/zelodec-ilustracija-150x100.jpg 150w, https:\/\/www.donat.com\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/zelodec-ilustracija-750x500.jpg 750w, https:\/\/www.donat.com\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/zelodec-ilustracija-900x600.jpg 900w, https:\/\/www.donat.com\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/zelodec-ilustracija.jpg 1321w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n<div id=\"\" class=\"blog-text-section  \">\n    \n\n<p>Einige Studien deuten darauf hin, dass <strong>\u00fcbergewichtige Menschen eine weniger vielf\u00e4ltige Zusammensetzung der Darmmikrobiota<\/strong> und ein gest\u00f6rtes Verh\u00e4ltnis zwischen Fermicutes und Bacteroidetes aufweisen, was tendenziell Fermicutes beg\u00fcnstigt, die bei der Fermentierung von Ballaststoffen und der Extraktion von zus\u00e4tzlicher Energie effizienter sind.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Unser Ern\u00e4hrungsverhalten wird von der Darmmikrobiota gesteuert<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Appetitregulierung ist ein komplexer Prozess, und angesichts der wichtigen Rolle der Darmmikrobiota \u00fcberrascht es nicht, dass sie daran beteiligt ist und die Funktion der Gehirnregion beeinflusst, die f\u00fcr das Streben nach Belohnung in Form von schmackhaftem Essen verantwortlich ist.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>J\u00fcngste Studien deuten auf eine <strong>potenzielle Rolle der Darmmikrobiota bei der Appetitregulierung \u00fcber die Darm-Hirn-Achse hin. <\/strong>Die Darm-Hirn-Achse beschreibt die wechselseitige Beziehung zwischen unserem Darm und dem Gehirn. Hierbei hilft eine Vielzahl von Kommunikationswegen, wie das Hormon-, das Immun- und das Nervensystem.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der Fermentation von Ballaststoffen, die in pflanzlichen Nahrungsmitteln vorkommen, entstehen Stoffwechselprodukte, die als Signalmolek\u00fcle wirken und <strong>die Freisetzung von Verdauungshormonen aus den endokrinen Darmzellen, die Funktion der Darmbarriere und des zentralen Nervensystems, die Wahrnehmung von N\u00e4hrstoffen im Darm, die Modulation des Immunsystems usw. beeinflussen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Zu den h\u00e4ufigsten Stoffwechselprodukten in der Mikrobiota geh\u00f6ren kurzkettige Fetts\u00e4uren (Butyrat, Acetat und Propionat). W\u00e4hrend Butyrat ein wichtiger Brennstoff f\u00fcr die Darmzellen ist und das Immunsystem der Schleimh\u00e4ute beeinflusst, wirken sich Propionat und Acetat auf die Freisetzung von Hormonen aus, die den Appetit z\u00fcgeln und das S\u00e4ttigungsgef\u00fchl steigern. Sie vermindern beispielsweise die Freisetzung des appetitanregenden Hormons Ghrelin und f\u00f6rdern die Produktion der Hormone PYY, GLP-1 und Leptin, die wiederum appetithemmend wirken.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Mehr zum Thema Darmmikrobiota und ihrem Einfluss auf das K\u00f6rpergewicht k\u00f6nnen Sie <a href=\"https:\/\/www.donat.com\/at\/ein-teufelskreis-schlechthin-von-zerstorter-darmflora-und-gewichtszunahme\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">in diesem Artikel nachlesen<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Zusammensetzung der Darmmikrobiota ist in hohem Ma\u00dfe von der jeweiligen Person abh\u00e4ngig, da der wichtigste Faktor, der die Vielfalt und Zusammensetzung der Darmmikrobiota beeinflusst, unsere Lebensweise ist, und zwar insbesondere die <strong>Ern\u00e4hrung<\/strong>.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Ern\u00e4hrung, die reich an ges\u00e4ttigten Fetts\u00e4uren (z.&nbsp;B. Schmalz und fette Fleischteile) und einfachen Kohlenhydraten (z.&nbsp;B. S\u00fc\u00dfigkeiten), dagegen aber wenig Ballaststoffe enth\u00e4lt, hemmt das Wachstum n\u00fctzlicher Bakterien und f\u00fchrt zu einem gest\u00f6rten Verh\u00e4ltnis von guten und schlechten Bakterien.&nbsp;<\/p>\n\n\n    <\/div>\n\n\n\n\n<div id=\"\" class=\"blog-quote-section  \">\n    <div class=\"container\">\n        <div class=\"wrapp\">\n                        <div class=\"quote test\">\n                <p>Ihre Ern\u00e4hrung sollte daher \u00fcberwiegend auf pflanzlicher Nahrung basieren. Eine hohe und abwechslungsreiche Zufuhr von Obst und Gem\u00fcse, von H\u00fclsenfr\u00fcchten, von Samen, Kernen und N\u00fcssen sowie von Vollkorngetreide wirkt sich positiv auf die Zusammensetzung der Darmmikrobiota und auf die Produktion von gesundheitsf\u00f6rdernden Stoffwechselprodukten aus.<\/p>\n            <\/div>\n                    <\/div>\n    <\/div>\n<\/div>\n\n<div id=\"\" class=\"blog-text-section  \">\n    \n\n<p><strong>Probiotische<\/strong> Lebensmittel (z.&nbsp;B. Kefir, Sauerkraut und Kohlrabi) und <strong>pr\u00e4biotische <\/strong>Lebensmittel (z.&nbsp;B. Zwiebeln, Knoblauch, Lauch, Artischocken, Spargel und gr\u00fcne Bananen) sowie eine erh\u00f6hte Zufuhr von <strong>Omega-3-Fetts\u00e4uren<\/strong>, die in fettem Kaltwasserfisch und Garnelen sowie in Kernen, Samen und N\u00fcssen enthalten sind, tragen zus\u00e4tzlich zu einer ausgewogenen Darmmikrobiota bei.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Das Verdauungssystem spielt mit vielen Prozessen, die vor, w\u00e4hrend und nach dem Essen ablaufen, eine wichtige Rolle bei der Gewichtsregulierung. Die im K\u00f6rper stattfindenden Prozesse beeinflussen die Energiezufuhr, die N\u00e4hrstoffaufnahme, die Hormonfunktionen, die Zusammensetzung der Darmmikrobiota sowie das Hunger- und S\u00e4ttigungsgef\u00fchl. Wenn wir die komplexen Wechselwirkungen zwischen unserem Verdauungssystem und unserem K\u00f6rpergewicht verstehen, k\u00f6nnen wir leichter bewusste Entscheidungen bez\u00fcglich unserer Ern\u00e4hrung und unserer Lebensweise treffen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>QUELLEN:&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Aguirre M, Venema K. Does the Gut Microbiota Contribute to Obesity? Going beyond the Gut Feeling. Microorganisms. 2015 Apr 27;3(2):213-35. doi: 10.3390\/microorganisms3020213. PMID: 27682087; PMCID: PMC5023237.<\/p>\n\n\n\n<p>Feinle-Bisset C, Horowitz M. Appetite and Satiety Control-Contribution of Gut Mechanisms. Nutrients. 2021 Oct 17;13(10):3635. doi: 10.3390\/nu13103635. PMID: 34684635; PMCID: PMC8539844.<\/p>\n\n\n\n<p>Goh AT, Choy JYM, Chua XH, Ponnalagu S, Khoo CM, Whitton C, van Dam RM, Forde CG. Increased oral processing and a slower eating rate increase glycaemic, insulin and satiety responses to a mixed meal tolerance test. Eur J Nutr. 2021 Aug;60(5):2719-2733. doi: 10.1007\/s00394-020-02466-z. Epub 2021 Jan 2. PMID: 33389082.<\/p>\n\n\n\n<p>Goyal RK, Guo Y, Mashimo H. Advances in the physiology of gastric emptying. Neurogastroenterol Motil. 2019 Apr;31(4):e13546. doi: 10.1111\/nmo.13546. Epub 2019 Feb 10. PMID: 30740834; PMCID: PMC6850045.<\/p>\n\n\n\n<p>Krop EM, Hetherington MM, Nekitsing C, Miquel S, Postelnicu L, Sarkar A. Influence of oral processing on appetite and food intake &#8211; A systematic review and meta-analysis. Appetite. 2018 Jun 1;125:253-269. doi: 10.1016\/j.appet.2018.01.018. Epub 2018 Feb 22. PMID: 29408331.<\/p>\n\n\n\n<p>Lasschuijt MP, Mars M, de Graaf C, Smeets PAM. Endocrine Cephalic Phase Responses to Food Cues: A Systematic Review. Adv Nutr. 2020 Sep 1;11(5):1364-1383. doi: 10.1093\/advances\/nmaa059. PMID: 32516803; PMCID: PMC7490153.<\/p>\n\n\n\n<p>Lean, M., Malkova, D. Altered gut and adipose tissue hormones in overweight and obese individuals: cause or consequence?. <em>Int J Obes<\/em> 40, 622\u2013632 (2016). https:\/\/doi.org\/10.1038\/ijo.2015.220<\/p>\n\n\n\n<p>Miquel-Kergoat S, Azais-Braesco V, Burton-Freeman B, Hetherington MM. Effects of chewing on appetite, food intake and gut hormones: A systematic review and meta-analysis. Physiol Behav. 2015 Nov 1;151:88-96. doi: 10.1016\/j.physbeh.2015.07.017. Epub 2015 Jul 15. PMID: 26188140.<\/p>\n\n\n\n<p>Zanchi D, Depoorter A, Egloff L, Haller S, M\u00e4hlmann L, Lang UE, Drewe J, Beglinger C, Schmidt A, Borgwardt S. The impact of gut hormones on the neural circuit of appetite and satiety: A systematic review. Neurosci Biobehav Rev. 2017 Sep;80:457-475. doi: 10.1016\/j.neubiorev.2017.06.013. Epub 2017 Jun 29. PMID: 28669754.<\/p>\n\n\n    <\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":5,"featured_media":177823,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[86],"tags":[],"class_list":["post-178172","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-verdauung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.donat.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/178172","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.donat.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.donat.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.donat.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.donat.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=178172"}],"version-history":[{"count":16,"href":"https:\/\/www.donat.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/178172\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":178222,"href":"https:\/\/www.donat.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/178172\/revisions\/178222"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.donat.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/177823"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.donat.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=178172"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.donat.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=178172"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.donat.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=178172"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}